Stadt und Bezirk Winterthur
Die kantonale Volksinitiative mit dem Titel "Ja zur Mundart im Kindergarten" ist mit dem Titel schon fast erklärt. Im Jahr 2008 hat die
Schweiz und der Kanton Zürich bei der Pisa Studie schlecht abgeschnitten, man spricht in diesem Zusammenhang auch von Pisa-
Schock. Darauf hat der Bildungsrat eine Reihe von umstrittenen Massnahmen beschlossen. Zum Beispiel: Hochdeutsch in der
Schule als Beziehungssprache, als Sprache im Turnen, als Sprache in den Pausen oder als Sprache auf Exkursionen. Aber auch
als Sprache im Kindergarten oder der Grundstufe. Dort müssen die 4 und 5 jährigen Kinder zu 2/3 Hochdeutsch sprechen und in
der Grundstufe zu 100%. Diesen Entscheid will die Initiative Rückgängig machen. Frühhochdeutsch ist nicht altersgerecht und
erschwert das Erlernen von zukünftigen Fremdsprachen. Ausserdem können auch fremdsprachige Kinder vom "Züridüütsch"
profitieren. Zum Beispiel später bei einem Bewerbungsgespräch. Unser Dialekt ist nicht nur der wichtige Ausdruck unserer eigenen
Identität, sondern vor allem ein althergebrachtes und reiches Kulturgut, das es nicht leichtfertig aufzugeben oder gar aussterben zu
lassen gilt. Wenn Sie möchten, dass "Rüebli" und "Härdöpfel" keine Fremdworte werden, empfehle ich ein Ja zur Initiative.
Yves Senn
Kantonsrat SVP, Winterthur